| Bauchspeicheldrüsenkrebs /
Pankreaskarzinom |
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Was
ist Krebs?
Krebs kann grundsätzlich in jedem Organ des menschlichen
Körpers entstehen, wenn einzelne Zellen anfangen sich mehr als normal
zu vermehren, der Wachstumskontrolle des umgebenden Gewebes entweichen
und dann in andere Gewebe oder Organe einwachsen. Krebs entsteht
häufig auf Grund von angeborenen oder erworbenen Gendefekten. Die
Gründe warum diese Defekte auftreten, sind jedoch heutzutage vielfach
noch nicht bekannt. Wird der Krebs nicht behandelt, so wächst oder
wandert er in lebenswichtige Organe ein und zerstört
deren normale Funktion. Ausserdem werden von Krebszellen manchmal
schädliche Substanzen produziert, die zu Gewichts- und/oder Appetitverlust
führen können.
Ziel der Behandlung der meisten
Krebsarten im Bauchraum beim Menschen ist die vollständige chirurgische
Entfernung. Man spricht von kurativer Chirurgie, wenn der sichtbare
Tumor vollständig entfernt werden kann. Erfolgt die Chirurgie hauptsächlich
unter dem Gesichtspunkt der Symptomverringerung (z.B. Schmerzlinderung)
spricht man von "palliativer" Chirurgie. Jedoch können auch bei
kurativer Chirurgie Krebszellen im Körper verbleiben, weil einzelne
Krebszellen nicht sichtbar schon in das umgebende Gewebe oder andere
Organe eingewandert, bzw. metastasiert sind. Diese einzelnen Krebszellen
sind häufig zum Zeitpunkt der Operation nicht nachweisbar. In diesem
Fall wird häufig eine zusätzliche Therapie, wie z.B. Chemotherapie
oder Radiotherapie (Strahlentherapie), empfohlen, um noch möglicherweise
vorhandene Krebszellen abzutöten. Diese Form der Therapie wird adjuvante
Therapie genannt. Zusätzlich kann in bestimmten Fällen, in denen
der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte, eine Zusatztherapie
wie Chemotherapie oder Radiotherapie empfohlen werden, um das Tumorwachstum
zu verlangsamen, bzw. um die Symptome, die durch den verbleibenden
Tumor entstehen, zu reduzieren. Diese Form der Therapie wird palliative
Therapie genannt.
Durch die Fortschritte in der
Chemo- und Radiotherapie sind schwerwiegende Nebenwirkungen, wie
sie früher durchaus üblich waren (wie z.B. Übelkeit, Erbrechen,
Haarausfall), heute selten. Um einen weiteren Fortschritt in der
Therapie zu ermöglichen, werden an grossen Spitälern häufig klinische
Untersuchungen (Studien) durchgeführt, um die beste Behandlung für
den Patienten zu erreichen. Hierzu werden Patienten verschiedenen
Behandlungsgruppen zugeordnet, um diese vergleichen zu können. Die
optimale Versorgung des Patienten steht dabei jedoch immer im Vordergrund.
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Was
ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Die Ursachen des Bauchspeicheldrüsenkrebses sind
zurzeit nicht bekannt, jedoch ist bei einigen Patienten eine Verbindung
mit dem Rauchen anzunehmen. Am häufigsten entsteht der Bauchspeicheldrüsenkrebs
im Kopf der Drüse. Dies hat folgende Konsequenzen:
Zum einen blockiert das Krebswachstum den Gallengang, was dazu führt,
dass sich die Galle bis in die Leber zurückstaut und nicht mehr
oder nur vermindert ausgeschieden werden kann. Es kommt zur Gelbsucht,
durch den in der Haut abgelagerten Gallefarbstoff, einen dunklen
Urin und eine helle Stuhlfarbe. Ausserdem kann es bei Gelbsucht
auch zu verstärktem Hautjucken kommen, welches schnell rückläufig
ist, sobald die Blockade des Galleabflusses im Bauchspeicheldrüsenkopf
entfernt wurde.
Zum anderen kann der Tumor im Bauchspeicheldrüsenkopf den Bauchspeicheldrüsengang
blockieren, was dazu führt, dass die Verdauungsenzyme, welche die
Bauchspeicheldrüse normalerweise produziert, nicht mehr in den Darm
gelangen können. Dies führt zu Verdauungsstörung, Gewichtsverlust
und Durchfall. Diese Symptome können behoben werden, indem man die
Bauchspeicheldrüsenenzyme durch Tabletten ersetzt oder die Blockade
im Bauchspeicheldrüsengang aufhebt. Eine Blutzuckerkrankheit (Diabetes
mellitus) trifft häufig schon vor der Diagnose des Bauchspeicheldrüsenkrebses
auf. Ein Diabetes mellitus kann jedoch auch nach der Diagnosestellung
oder nach einer Pankreas-Operation auftreten.
Die häufigste Form des Bauchspeicheldrüsenkrebs
entsteht aus den Gangzellen im Kopfbereich der Bauchspeicheldrüse.
Am häufigsten sind Patienten über 60 Jahre betroffen, am Bauchspeicheldrüsenkrebs
können aber auch jüngere Patienten erkranken.
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Wie
entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Grundlagenforschung mit Hilfe von molekularbiologischen
Methoden hat in den vergangenen Jahren zu einer wesentlichen Erweiterung
unseres Wissens über die Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses
beigetragen. So beobachtet man das vermehrte Vorhandensein von Faktoren,
die das Wachstum der Krebszellen stimulieren (Wachstumsfaktoren),
sowie Veränderungen (Mutationen) von bestimmten Erbsubstanzen (Genen),
die normalerweise das Zellwachstum und den geregelten Zelltod (Apoptose)
kontrollieren. Die veränderte Funktion dieser Faktoren verschafft
dem Bauchspeicheldrüsenkrebs einen Wachstumsvorteil gegenüber dem
gesunden Gewebe und ist wahrscheinlich auch für die Resistenz des
Tumors gegenüber Chemotherapie und Radiotherapie verantwortlich.
Weitere tiefgreifende Untersuchungen sind beim
Bauchspeicheldrüsenkrebs notwendig, um diejenigen Veränderungen
zu charakterisieren, welche Ansatzpunkte für neue Therapieformen
bilden könnten. Dadurch wird es hoffentlich gelingen eine verbesserte
Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu entwickeln.
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Was
sind die Krankheitszeichen (Symptome)?
Unglücklicherweise sind die Symptome des Bauchspeicheldrüsenkrebses
relativ uncharakteristisch. Am häufigsten beobachtet man eine Einschränkung
des Allgemeinzustandes, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Die
Patienten klagen auch häufig über unspezifische Schmerzen im Oberbauch,
eventuell auch in den Rücken ziehend, die meist im Laufe der Erkrankung
an Intensität zunehmen. Wie schon im vorangehenden Abschnitt erwähnt,
kann es bei Tumoren im Bauchspeicheldrüsenkopf zu einer Störung
des Gallenabflusses kommen. Dies führt zu einer Gelbsucht, die mit
farblosem Stuhl, dunklem Urin und Hautjucken einhergehen kann. Ausserdem
beobachtet man häufig eine neu aufgetretene Zuckerkrankheit (Diabetes
mellitus) bei Patienten, die an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden.
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Was
sind die Ursachen?
Die genauen Ursachen, weshalb Bauchspeicheldrüsenkrebs
entsteht, sind nach wie vor unbekannt. Als einziger Risikofaktor
für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist bisher das Rauchen erkannt worden.
Hinsichtlich bestimmter Ernährungsgewohnheiten wie z.B. Kaffeekonsum
oder fettigem Essen, konnte keine Beziehung zum Bauchspeicheldrüsenkrebs
nachgewiesen werden. Ob ein erhöhter Alkoholkonsum zu einem höherem
Risiko führt an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, wird zur
Zeit noch widersprüchlich diskutiert.
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Wie
kann man Bauchspeicheldrüsenkrebs früh erkennen?
Es ist heutzutage leider häufig noch nicht möglich,
den Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen.
Es gibt daher keine einfache Vorsorgeuntersuchung. An der besseren
Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses wird zurzeit jedoch
intensiv geforscht, und die Grundlagenforschung wird sicherlich
neue und bessere Diagnoseverfahren in die klinische Praxis bringen.
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Wie
erfolgt die Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses?
Die chirurgische Therapie, das heisst, das Entfernen
des Tumors ist die einzige Behandlung, die eine Chance auf Heilung
verspricht. Diese kann nur erfolgen, wenn eine Metastasierung der
Krebszellen in andere Organe, wie z.B. die Leber oder die Lunge,
ausgeschlossen wurde. Ausserdem darf der Tumor nicht in die umgebenden
Gefässe eingewachsen sein, da ansonsten eine vollständige Entfernung
des Tumors nicht möglich ist.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ungefähr
nur 15% bis 20% aller Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs einer
chirurgischen Entfernung des Tumors zugeführt werden können. Dabei
müssen, neben dem Tumor und dem angrenzenden Teil der gesunden Bauchspeicheldrüse,
auch ein Teil des Magens, des Gallenganges, des Zwölffingerdarms
und die Gallenblase entfernt werden
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A: Pankreas-Darm-Verbindung
B: Gallengang-Darm-Verbindung (biliodigestive Verbindung)
C: Magen-Darm-Verbindung |
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| Bei fortgeschrittenem Tumorstadium kann
eine vollständige Tumorentfernung häufig nicht mehr durchgeführt werden.
Das Ziel der Behandlung ist es dann die Symptome des Patienten zu
lindern. Bei Gallenrückstau und Gelbsucht muss der Gallenabfluss wieder
hergestellt werden. Dies kann einmal endoskopisch durch die Einlage
eines Schlauches in den Gallengang geschehen oder durch eine Operation,
bei der ein Darmstück auf die Gallenwege genäht wird (Bild), um so
den Galle-Abfluss zu sichern (sog. biliodigestive Anastomose). Wächst
der Tumor in den Zwölffingerdarm ein, kann es zu einer Störung der
Nahrungspassage kommen, das heisst, die Speise gelangt nicht oder
nur schlecht vom Magen in den Darm. Mit einer Operation kann man eine
Verbindung zwischen dem Magen und dem Dünndarm schaffen, um dieses
Hindernis zu umgehen (sog. Gastroenterostomie). |
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A: Gallengang-Darm-Verbindung (biliodigestive Anastomose)
B: Magen-Darm-Verbindung (Gastroenterostomie)
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| Der Nutzen von Strahlentherapie (Radiotherapie)
und/oder Chemotherapie beim Bauchspeicheldrüsenkrebs ist bisher unbewiesen.
Diese Therapieformen spielen also bei dieser Erkrankung nur eine untergeordnete
Rolle. Es wird jedoch zur Zeit versucht, neuere und wirksamere Behandlungen
des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu entwickeln. Dies bedeutet, dass
eine Reihe von neuen Therapieverfahren für den Bauchspeicheldrüsenkrebs
im Moment im Rahmen von klinischen Studien getestet werden. |
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Was sind die bleibenden Folgen und wie erfolgt
die Nachsorge beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Viele Patienten zeigen schon vor der Diagnose
des Bauchspeicheldrüsenkrebses eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Nach der Operation beobachtet man vielfach ein Gleichbleiben dieser
Situation, jedoch sind auch Verbesserungen oder Verschlechterungen
der Zuckerkrankheit beobachtet worden. Häufig wird diese Zuckerkrankheit
mit Diät oder Medikamenten behandelt. Nur selten ist eine Therapie
mit Insulin (Spritzen) notwendig. Nur nach der heute nur in Ausnahmefällen
durchgeführten Entfernung der gesamten Bauchspeicheldrüse, ist immer
eine Insulintherapie für die Zuckerkrankheit erforderlich.
Durch die Entfernung eines Teils der Bauchspeicheldrüse
kann es zu einer erniedrigten Produktion der Verdauungsenzyme kommen.
Dies äussert sich in Verdauungsstörungen, Blähungen oder Durchfall.
Diese Situation kann sehr einfach mit Tabletten (bzw. Kapseln),
die Bauchspeicheldrüsenenzyme enthalten, behoben werden. Nach erfolgter
Operation sollten die Patienten durch körperliche Untersuchungen,
Laboruntersuchungen und eventuell auch radiologische Untersuchungen
(Ultraschall, Computertomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie)
regelmässig kontrolliert werden.
Die Organisation dieser Nachuntersuchung erfolgt
zumeist in Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten. Eine
weitere Behandlung mittels z.B. Chemotherapie wird häufig im Rahmen
von Studien durchgeführt und individuell mit dem Patienten, Chirurgen,
Onkologen (Krebsspezialisten) und Hausärzten organisiert.
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Wie
sind die Heilungschancen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Die Operation der Bauchspeicheldrüse ist in den
letzten Jahren eine sehr sichere Methode geworden. Trotzdem überleben
nur wenige Patienten, bei denen der Tumor entfernt wurde die ersten
5 Jahre nach der Operation. Patienten, bei denen eine Tumorentfernung
nicht möglich war, leben selten länger als 1 Jahr. Die starken Forschungsbemühungen
lassen hoffen, dass es in den nächsten Jahren zu einer deutlichen
Verbesserung dieser Situation kommen wird. Hier ist insbesondere
die Gentherapie zu nennen. In den letzten Jahren hat sich das Wissen
um die komplizierte Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses wesentlich
erweitert. Mit diesem Wissen bietet die Gentherapie einen hoffnungsvollen
neuen Ansatz.
Eine realistische Einschätzung der momentanen
Lage zeigt jedoch, dass mit Ausnahme von einigen wenigen Gentherapien
für ausgewählte Patienten mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs im
Rahmen von klinischen Studien, Forschung und Entwicklung der Gentherapie
noch im Labor erfolgen.
Weitere Untersuchungen der molekularbiologischen Veränderungen
beim Bauchspeicheldrüsenkrebs werden zu einem genaueren Verständnis
der Tumorentstehung führen und damit die Grundlage für neue Ansätzen
in der gentherapeutischen Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses
bilden.
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Ein
Teil meiner Bauchspeicheldrüse wurde entfernt - wie weiter?
Bei Patienten, bei welchen ein Teil oder sogar
die ganze Bauchspeicheldrüse entfernt werden musste, kann es je
nach Ausdehnung der Entfernung zu einer Funktionseinschränkung der
Bauchspeicheldrüsenfunktion kommen. Dabei stehen folgende zwei Probleme
im Vordergrund: - zu wenig Pankreasenzyme (führt zu Verdauungsproblemen)
- zu wenig Insulin (führt zu hohem Blutzucker) Diese Mangelzustände
können mit entsprechenden Medikamenten substituiert werden.
1. Pankreasenzymsubstitution
Heute sind gute, moderne Präparate auf dem Markt,
welche Substanzen enthalten, die die Enzyme der Bauchspeicheldrüse
ersetzen (z.B. Creon). Diese Enzympräparate müssen zu allen Hauptmahlzeiten
und auch bei fett- oder proteinreichen Zwischenmahlzeiten ("Snacks")
eingenommen werden. Die nötige Dosierung ist von Patient zu Patient
unterschiedlich und richtet sich nach dem Nahrungstyp und schliesslich
nach dem Beschwerdebild des Patienten. Entscheidend ist, dass unter
dieser Therapie ein Völlegefühl und die stinkenden Durchfälle mit
Fettauflagerungen verschwinden. Typischerweise müssen 2-3 Kapseln
zu den Hauptmahlzeiten eingenommen werden und 1-2 Kapseln zu den
Zwischenmahlzeiten. Wichtig ist, dass die Pankreasenzyme mit der
Nahrung in Kontakt kommen, da sie nur so ihre Wirkung erfüllen können.
So werden pro Tag zwischen 6-12 Kapseln benötigt. Allerdings kann
die Anzahl auch bedeutend höher oder niedriger sein, je nach noch
vorhandener Restfunktion der Bauchspeicheldrüse.
Pankreasenzympräparat (z.B. Creon forte / Creon 10'000) Diese
Enzympräparate sind meistens sehr gut verträglich und haben praktisch
keine Nebenwirkungen. Ganz selten kann es zu einer allergischen
Reaktion kommen.
2. Insulinsubstitution
Sollten sich infolge der Bauchspeicheldrüsenkrankheit
oder der Operation hohe Blutzuckerwerte zeigen, ist es notwendig,
eine entsprechende Blutzuckertherapie durchzuführen. Anfänglich,
und bei nicht stark erhöhten Zuckerwerten im Blut, kann dies mit
Hilfe von angepasster Nahrungsaufnahme und Tabletten erfolgen, welche
den Zuckerspiegel beeinflussen. Allerdings braucht es bei ausgedehnten
Resektionen manchmal auch eine direkte Insulinersatzbehandlung.
Für die Insulinersatzbehandlung stehen heute die verschiedensten
Insulintypen zur Verfügung, welche entweder tierischen Ursprungs
oder aber gentechnologisch hergestellt sind. Sie sind meistens identisch
mit dem menschlichen Insulin und werden deshalb als Humaninsuline
bezeichnet. Allen Insulintypen ist es gemeinsam, dass sie gespritzt
werden müssen. Die grosse Auswahl an Insulintypen erlaubt es, die
Therapie sehr individuell zu gestalten. Es kann speziell auf Ernährungsgewohnheiten
geachtet werden. Ziel einer jeden Therapie ist dabei das persönliche
Wohlbefinden und eine gute Einstellung des Blutzuckerwertes. Damit
können schwere Folgeschäden in der nahen und fernen Zukunft vermieden
werden. Speziell in der Anfangsphase ist eine engmaschige Betreuung
durch den Hausarzt oder Spezialisten erforderlich.
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Meine
Milz wurde entfernt - wie geht es weiter?
Es ist möglich, dass im Rahmen einer Bauchspeicheldrüsenoperation
die Milz mitentfernt werden musste. Es ist gut möglich ohne Milz
zu leben. Die Milz spielt eine gewisse Rolle in der Immunabwehr
des Menschen. Ohne Milz ist man empfindlicher für bakterielle Infektionen.
Um den Patienten vor Infektionen nach einer Milzentfernung zu schützen,
sollte man nach der Operation entsprechende Impfungen erhalten.
Nach etwa 3 bis 5 Jahren müssen nach den heutigen Richtlinien diese
Impfungen wiederholt werden. Weiterhin sollte der Patient in Zukunft
beim Auftreten einer schweren Infektionskrankheit den Hausarzt aufsuchen
und diesen auf die Tatsache aufmerksam machen, dass er oder sie
keine Milz mehr hat. Dieser wird dann entscheiden, ob eine antibiotische
Therapie notwendig ist. Weiterhin kann es nach einer Milzentfernung
zu einem Anstieg der Blutplättchen (Thrombozyten) kommen. Es ist
wichtig, diese regelmässig zu kontrollieren. Denn bei zu hohem Anstieg
der Blutplättchen kann es zu einer Verdickung des Blutes und zu
Thrombosen kommen. Bei einem entsprechend zu hohen Anstieg, wird
Ihnen Ihr Arzt vorübergehend Blutverdünnungsmedikamente verordnen,
um die Thrombosegefahr gering zu halten.
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| Den vollständigen Text finden Sie
in unserer Broschüre "Bauchspeicheldrüsenkrebs"..
Mehr Info darüber finden Sie unter: Services - Informationsmaterial. |
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